Architekt – schleppende und unvollständige Planung kann zu einer Kündigung aus wichtigem Grund führen!

Erbringt der Architekt die von ihm geschuldeten Leistungen nur schleppend und unvollständig, dann kann darin ein wichtiger Kündigungsgrund gesehen werden, auch wenn vertragliche Fristen nicht vereinbart waren. Die Beendigung des Architektenvertrages setzt jedoch regelmäßig zunächst noch eine Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung voraus. Wichtig ist allerdings, dass selbst dann, wenn keine Termine und Fristen für Beginn und Fertigstellung der Leistungen vereinbart sind, der Architekt grundsätzlich (die Leistung wäre an sich sofort fällig) alsbald zu beginnen hat und seine Leistungen in angemessener Zeit zu erbringen hat. Gelingt ihm dies nicht, kann gegenüber dem Architekten eine Mahnung mit Nachfristsetzung ausgesprochen werden. (OLG Bremen, Urt. v. 05.05.2011 – 5 U 41/10; BGH, Bschl. v. 22.08.2012 – VII ZR 70/11)

Dieser Artikel wurde verfasst von Rechtsanwalt Jan Pithan

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