Wohngebäudeversicherung – Leistungskürzung auf Null in Fällen grober Fahrlässigkeit

Eine Leistungsreduzierung auf Null ist nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm bei grober Fahrlässigkeit zulässig, wenn der Versicherungsnehmer die Heizung in einem leer stehenden Gebäude über einen längeren Zeitraum im Winter vollständig stilllegt und die Wasserleitung weder absperrt noch entleert, und es infolgedessen zu Frostaufbrüchen und Wasserschäden kommt. Nach Ansicht des Gerichts steht dem Kläger kein Anspruch gegen die beklagte Versicherung zu, weil er den Versicherungsfall selbst grob fahrlässig herbeigeführt hat und sein Verschulden so schwer wiegt, dass ihm gemäß § 81 Abs. 2 VVG jeglicher Anspruch gegen die beklagte Versicherung zu versagen ist. (OLG Hamm, Urteil vom 27.04.2012, Az.: I-20 U 144/11)

Dieser Artikel wurde verfasst von Rechtsanwalt Jan Pithan

Rechtsanwalt Jan Pithan

 

Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Handels- und Wirtschaftsrecht
  • Kaufrecht
  • Werkvertragsrecht
  • Baurecht einschl. VOB

Rechtsanwalt Jan Pithan hat 10 Artikel veröffentlicht.. | E-Mail an Rechtsanwalt Jan Pithan